Engel IB240 Bedienungsanleitung Seite 4

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meteorologischen bisher vereinigt gewesen. Eine nur erdmagnetischen Fragen gewidmete
Zeitschrift hat es bis jetzt noch nicht gegeben; denn die berühmten „Resultate des magnetischen
Vereins“ sind als solche nicht zu betrachten.
Sodann mag über den oben gebrauchten Ausdruck „Leistungen“ gleich von vornherein die
Auskunft ertheilt werden, dass damit über die einzelnen Thatsachen keinerlei Kritik geübt,
sondern dass in objectiver Weise nur die Facta verzeichnet werden sollen, welche einer Person
oder einer Station zuzuschreiben sind.
Kritik über den Werth der Schriften, Erfindungen und Beobachtungen, ganz a/jointfilesconvert/330930/bgesehen davon,
dass sie rein subjectiver Natur wäre, hätte nur dann geübt werden können, wenn der Inhalt und
Umfang derselben zur genauen Kenntniss des Verfassers gekommen wäre, was naturgemäss nur
bei einem kleinen Theile, namentlich der alten Literatur, möglich gewesen ist. Die mir bekannten
Pflegestätten der Meteorologie, die jetzt in fast allen Ländern bestehenden meteorologischen
Centralanstalten, sind in Bezug auf die ältere einschlägige Literatur so ausserordentlich arm, dass
es schon zu den seltensten Ausnahmen gehört, wenn eine derselben mehr als 10 vor 1750
erschienene Schriften besitzt. Die Nikolai-Hauptsternwarte in Pulkowa, welche bekanntlich die
vollständigste astronomische Bibliothek hat, kann vielleicht mehr meteorologische Schriften
ältern, Datums aufweisen, als alle meteorologischen Centralanstalten der Erde
zusammengenommen.
In den Bibliotheken jener Fachinstitute wäre also keine sonderlich günstige Gelegenheit zu
finden gewesen, die frühere Literatur - bis einschliesslich der ersten Decennien dieses
Jahrhunderts - zu studiren, vielmehr muss man zu dem Ende die grossen Landes- und
Universitätsbibliotheken durchstöbern, in denen, wohlgeordnet in Faszikeln und relativ wenig
benutzt, die so zahlreiche Programm- und Flugschriftenliteratur des XVI. bis XVII. Jahrhunderts
aufbewahrt wird. Bei der Kürze der Zeit, welche für die Abfassung des vorliegenden Werkes zu
Gebote stand - im Oktober 1880 wurde mit der systematischen Sammlung des Materiales und im
Februar 1882 mit dem Drucke begonnen - habe ich mich nicht darauf einlassen können, die
grösseren Bibliotheken selbst aufzusuchen, um die in ihnen vorhandene einschlägige Literatur
genauer durchzusehen, sondern mich darauf beschränken müssen, von den meisten auswärtigen
Titelnachweisungen zu erhalten.
Aus diesen Gründen ist die Hinzufügung kritischer Bemerkungen zu den einzelnen Schriften,
Erfindungen und Beobachtungen unterlassen worden, womit jedoch nicht gesagt sein soll, dass
gelegentlich blosse erläuternde Zusätze, namentlich wenn
[S. XI:]
der Titel eines Buches über seinen wahren Inhalt ungenügenden Aufschluss giebt, ebenfalls
unterblieben wären.
Eine zweite Art kritischer Betrachtung des vorhandenen Materiales wäre die gewesen, dasselbe
zu sichten, also alles das von der Aufnahme ins Repertorium auszuschliessen, was nach des
Verfassers Kenntniss oder Meinung veraltet, unwesentlich oder wohl gar unbrauchbar zu nennen
wäre, Wegen der stark subjectiven Färbung, welche auch das Resultat dieses Verfahrens
gekennzeichnet hätte, habe ich ebenfalls davon Abstand genommen. Es muss übrigens
zugestanden werden, einmal, dass selbst die ungereimtesten Fachschriften der Neuzeit, wie der
Vergangenheit, ziemliches kulturgeschichtliches Interesse beanspruchen dürfen, so dann aber
auch, dass es keine noch so gehaltlos erscheinende Schrift giebt, aus der nicht irgend etwas zu
lernen wäre.
Gegenüber diesem rein ablehnenden Verhalten, irgend welche Kritik am Stoffe zu üben, war die
Frage der Stoffbegrenzung eine weit schwierigere. Anfangs war es beabsichtigt, die einschlägige
Literatur aller deutsch schreibenden Nationen oder vielmehr die gesammte deutsche
Fachliteratur zu vereinigen, Die diesem Unternehmen entgegenstehenden Schwierigkeiten waren
indess so grosse, dass ich die Nothwendigkeit sehr bald einsah, mich darauf zu beschränken, das
Werk zu einem rein nationaldeutschen zu gestalten. Verursachte es nämlich schon viele Mühe
und Korrespondenzen, das Material aus Deutschland selbst, namentlich für mich als
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