Engel IB240 Bedienungsanleitung Seite 676

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Im Anschluss an diese praktischen Bestrebungen entwarf derselbe im Jahre 1880 noch den Plan
zur Einrichtung eines dichten Netzes von Regen- und Gewitter-Stationen, welchem der
Landeskulturrath in seiner Sitzung am 31. Mai 1880 durch Annahme des folgenden Antrages
zustimmte:
„Die Herren Vorstände der landwirthschaftlichen Kreisvereine und Obst- und Gartenbauvereine
sind zu ersuchen, dahin zu wirken, dass sich eine möglichst grosse Zahl ihrer Mitglieder bereit
erklärt, Regenmesser bei sich aufzustellen und über die Zahl und Grösse der Niederschläge an
eine noch näher zu bezeichnende Centralstelle, welche das eingesandte Material sammeln und
weiter verarbeiten wird, Mittheilung zu machen.“
Ueber die ersten Anfänge der Organisation dieses Netzes wie der Abfassung geeigneter Special-
Instruktionen [Bruhns 13. 14] war man bis zum Schlusse des Jahres 1881, mit welchem unsere
geschichtliche Darstellung zeitlich begrenzt wird, nicht hinausgekommen.
[Schlesien, 1831 ff] Wie die langjährige Breslauer Beobachtungsreihe (1692 beginnend), das
grossartige Unternehmen dreier Breslauer Aerzte, in der oben besprochenen „Breslauer
Sammlung“ schon im Anfange des XVIII. Jahrhunderts von über ganz Europa vertheilten Orten
korrespondirende Witterungsbeobachtungen zu veröffentlichen, und endlich sowohl die Zahl
(85) der Beobachtungsstationen wie die der einheimischen meteorologischen Autoren zur
Genüge beweisen, ist bis auf die Gegenwart in der Provinz Schlesien stets ein besonderes
Interesse für Meteorologie rege gewesen. Dies bekundete auch die im Jahre 1803 gegründete
Schlesische Gesellschaft für Vaterländische Kultur, indem sie die Einrichtung eines dichten
Netzes meteorologischer Stationen ins Werk setzte, über das ich nach Galle 14 p. III ff.
Folgendes berichte:
„Der Plan, nach welchem an zahlreichen Puncten der Provinz Schlesien im Jahre 1831 von der
Schlesischen Gesellschaft für vaterländische Kultur, durch die Section für Sudetenkunde,
meteorologische Beobachtungen veranlasst worden, bezog sich zunächst und vornehmlich auf
eine genauere barometrische Ermittlung des Höhenunterschiedes der betreffenden Puncte von
Breslau, um dadurch in der ganzen Provinz, und insbesondere am Gebirge entlang, eine Anzahl
von Fixpuncten zu gewinnen, deren Höhe scharf bekannt sei, und von welchen aus man dann
durch minder zahlreiche Beobachtungen die benachbarten Höhen barometrisch oder anderweitig
bestimmen könne. Doch wurde gleich anfangs diesen Beobachtungen, deren Einrichtung von
dem damaligen Secretär der Section Herrn Oberstlieutenant Baron von Vincke auf Olbendorf
geleitet wurde, eine so vollständige Ausdehnung auch auf andere meteorologische Elemente, als
Temperatur, Windesrichtung, Niederschläge und Bewölkung gegeben, dass für die wichtigsten
klimatologischen
[Sp. 935/936:]
Bestimmungen das Material zugleich dadurch erlangt wurde. Mit Einschluss derjenigen Orte, an
welchen bereits seit längerer Zeit meteorologische Beobachtungen angestellt waren (als in
Breslau, Leobschütz, Neisse und an einigen andern Orten) wurden an nicht weniger als 25
Puncten die täglich dreimaligen Beobachtungen im September 1836 mit verglichenen
Instrumenten begonnen ...
„Fügt man diejenigen Orte hinzu, welche später diesen Beobachtungen sich anschlossen, sowie
diejenigen, wo schon früher Beobachtungen angestellt waren, so ist ... [die Zahl] ... der hier in
Breslau theils in der Bibliothek der Schlesischen Gesellschaft theils auf der Sternwarte
aufbewahrten Beobachtungen, wovon jedoch nur die längeren und vollständigen
Beobachtungsreihen in den unten folgenden Uebersichten [Galle 14] benutzt worden sind, ...
[zusammen 40].
„Die Benutzung dieses umfangreichen Beobachtungs-Materiales hatte sich bisher vornehmlich
auf die Bildung der Höhenunterschiede der wichtigsten Stationspuncte beschränkt, worüber
ausführliche Untersuchungen P. v. Boguslawski’s in den Jahresberichten der Schlesischen
Gesellschaft von 1843 ab sich finden: welche Untersuchungen unter andern dadurch ein
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