Gleichwohl bin ich, wie mir nachträglich bei Aufstellung des Sachregisters zum Bewusstsein
gekommen ist, auch in dieser Beziehung in einigen Punkten eher zu weit gegangen, als nach den
oben ausgesprochenen Grundsätzen zu erwarten stand; für den unkundigeren Leser übrigens oft
nur scheinbar, denn sehr häufig deckt sich Inhalt und Titel einer Schrift durchaus nicht, und man
wird beim Durchsehen derselben finden, dass sie allerdings rein meteorologische oder
erdmagnetische Fragen behandelt.
Die Begrenzung des Stoffes hinsichtlich der Zeit war nach der einen Seite hin von selbst dadurch
geboten, dass mit dem Anfange des Jahres 1882 der Druck des Werkes begann, also Schluss des
Jahres 1881 gleichmässig für alle Theile desselben als Grenze eingehalten werden musste, Auf
der anderen Seite hebt das Repertorium mit den frühesten literarischen Denkmälern, die sich
nachweisen liessen, an und umfasst demnach volle elf Jahrhunderte. Aus der Zeit vor Erfindung
der Buchdruckerkunst existiren sicherlich mehr einschlägige Arbeiten, als in diesem Werke als
Manuskripte nachgewiesen werden; doch hätte es ganz besonderer Anstrengungen bedurft, um
dieselben ausfindig zu machen, und wer weiss, ob der Erfolg den Bemühungen auch nur
annähernd entsprechend gewesen wäre?
[Erster Theil. Katalog der Schriften und Erfindungen]. Drei Wege standen offen, das
vorhandene Material von Schriften und Erfindungen in die Form eines Kataloges zu bringen;
[S. XIII:]
1) Katalog der Autoren in alphabetischer Reihenfolge mit einem zugehörigen Sachregister oder
mit einem zweiten. nach der Materie geordneten Kataloge;
2) Katalog, zugleich nach Autoren und Materie alphabetisch geordnet, sogenannter Index-
Catalogue, der namentlich bei. nordamerikanischen Bibliographen beliebt ist.
3) Katalog nach der Materie schematisch oder nach Stichwörtern in alphabetischer Reihenfolge
geordnet mit zugehörigem Autorenregister.
Wenn ich mich für die erste Form, Autorenkatalog mit nach Stichwörtern geordnetem
Sachregister, entschieden habe, so geschah dies hauptsächlich desshalb, weil ich das
Repertorium als einen Beitrag zu einer noch herzustellenden internationalen meteorologischen
Bibliographie betrachtet wissen will, wobei die Benutzung derselben in dieser Gestaltung am
leichtesten wird, sodann aus ökonomischen Rücksichten, da Kataloge der Form 2) und 3) weit
mehr Raum beanspruchen als solche der Form 1), und schliesslich, weil ich auf diese Weise
meinen Plan, über die Autoren biographische Notizen beizufügen, am zweckmässigsten
verwirklichen konnte,
[Erster Abschnitt. Die Autoren, ihre Schriften und Erfindungen]. Gleich im Beginn des
Materialsammelns fand ich nämlich, dass die Beigabe kurzer biographischer Angaben über das
wissenschaftliche Leben der Autoren nicht nur darum erwünscht sei, weil die Beurtheilung des
Inhalts mancher Schriften hierdurch erleichtert und eine gute Grundlage für eine Geschichte der
Meteorologie, speciell in Deutschland, damit gelegt würde, sondern auch desshalb, weil bei
Autoren gleichen Namens, welche nicht gerade selten vorkommen, zur richtigen
Auseinanderhaltung ihrer Schriften solche biographische Notizen direkt nothwendig waren, Ich
habe daher in weiterer Erwägung, des Umstandes, dass in den grossen biographischen
Sammlungen die vielen Männer, welche dort als „autores minores“ mit Recht übergangen
werden, in unserem Falle doch von grösserer Bedeutung sind, es der Mühe werth gehalten, auch
für diese biographische Nachrichten ausfindig zu machen. Wiewohl ich darauf viel Zeit -
reichlich 30 Procent der Arbeit zur Aufbereitung des Materiales - verwendet habe, so ist es mir
doch nicht beigekommen, daraus eine Kardinalfrage in dem Sinne zu machen, dass die Autoren
von Schriften, über deren Leben keinerlei Notiz aufzufinden war, ganz ausgeschlossen hätten
werden müssen. Dies hat bekanntlich Poggendorff in seinem vortrefflichen biographisch-
literarischen Handwörterbuche gethan. Im Gegensatze dazu wird in diesem Repertorium das
Hauptgewicht auf die Vollständigkeit der Literaturnachweise gelegt und die Hinzufügung von
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