Engel IB240 Bedienungsanleitung Seite 663

  • Herunterladen
  • Zu meinen Handbüchern hinzufügen
  • Drucken
  • Seite
    / 714
  • Inhaltsverzeichnis
  • LESEZEICHEN
  • Bewertet. / 5. Basierend auf Kundenbewertungen
Seitenansicht 662
Aus der weiter folgenden Instruktion für die Beobachter ist erwähnenswerth, dass die
Berechnung des Dunstdruckes aus den Ablesungen des trockenen und nassen Thermometers für
jede einzelne Beobachtung unterlassen werden soll und dafür auf p. 164 ff. Formeln und Tafeln
gegeben werden, nach denen man aus den monatlichen Mitteln des trockenen und nassen
Thermometers und des Barometers den mittlern Dunstdruck berechnet.
3
)
Im Jahrbuche für 1841 werden von sechs bayerischen Stationen die hauptsächlichsten Resultate
der Beobachtungen mitgetheilt; denn „es ist wohl kein erheblicher Vortheil anzugeben, den man
durch den Druck einer Beobachtungsreihe in extenso erlangen könnte“. Diesem Raisonnement
gegenüber ist es interessant, die Wandlung in den Anschauungen Lamont
’s hinsichtlich dieser
Frage zu konstatiren. Im Jahresberichte für 1852 sagt er: „Für die Bekanntmachung
meteorologischer Beobachtungen gibt es nur eine einzige entsprechende Form; es müssen
nämlich die Beobachtungen in ihrer ursprünglichen Vollständigkeit gedruckt werden“.
Diesen Grundsatz hatte er schon in den von ihm in Verbindung mit andern Gelehrten
herausgegebenen „Annalen für Meteorologie, Erdmagnetismus und verwandte Gegenstände“
deren erstes Heft im Jahre 1842 erschien, zur Durchführung gebracht [Lamont 14
]. Zur
Herausgabe dieser periodischen Schrift war Lamont durch das Eingehen des „Jahrbuches“
dessen letzter Jahrgang der oben genannte war, veranlasst worden, sollten anders nicht die
einlaufenden Beobachtungen des meteorologischen Vereins unpublicirt und somit unausgenützt
bleiben. Wie C. von Orff in seinem Nekrologe über Lamont berichtet, erhielt derselbe zur
Bestreitung der Druckkosten der Annalen einen jähr-
1) Sollte wohl besser heissen: nebenamtlich.
2) Eine sehr zu beherzigende Bedingung, deren Erfüllung auch rückwärts auf die Güte der Beobb. von grossem
Einflusse ist. Indessen hat es doch Personen gegeben - und giebt es deren noch -, welche mit grossem Eifer und
Verständniss Jahrzehnte hindurch regelmässige Beobachtungen gemacht haben und nicht dazu gebracht werden
konnten, einem grösseren Systeme sich anznschliessen oder die Resultate ihrer mühevollen Aufzeichnungen selbst
bekannt zu geben. Im Beobachten allein finden Diese genügende Befriedigung.
3) Seine „Neue Einrichtung des Psychrometers“ - Psychro-Thermometer - siehe bei Lamont 15
.
[Sp. 911/912:]
lichenZuschuss von 800 fl. [1360 M.]. Den Charakter dieser Publikation präcisirt der
Herausgeber selbst dahin:
„Die Zeitschrift, wovon hier das erste Heft dem wissenschaftlichen Publikum a/jointfilesconvert/330930/bgegeben wird,
hat im Allgemeinen dieselbe Bestimmung, wie die ehemaligen Ephemerides Societatis
Meteorologicae Palatinae; sie soll zunäcbst die Arbeiten des bereits über ganz Deutschland, zum
Theil über Frankreich, Italien und Holland ausgedehnten meteorologischen Vereins (oder der
wieder hergestellten Societas Palatina) aufnehmen.“
Diese Aufgabe ist durch die Annalen nur in sehr unvollkommener und jedenfalls nicht annähernd
so grossartiger Weise, wie durch die zum Vorbilde genommenen Ephemeriden der Mannheimer
Gesellschaft, gelöst worden. Die Beobachtungen der einheimischen wie der auswärtigen
Stationen wurden sehr ungleichförmig - bald in extenso, bald in Résumés - und bruchstückweise
mitgetheilt; manche, wie z. B. das französisch geführte Regen-Beobachtungsjournal aus Lyon,
verdienten die ausführliche Veröffentlichung nicht, andere, welche in Aussicht gestellt wurden
(Pfalz, Pommern), sind gar nicht publicirt worden.
Das Abonnement auf diese Zeitschrift kann nur sehr unbedeutend gewesen sein; denn es ist allen
Leitern meteorologischer Beobachtungssysteme wohl bekannt, dass trotz des in der Gegenwart,
gegen früher, so wesentlich gesteigerten Interesses des Gesammtpublikums für meteorologische
Fragen nur sehr wenige Exemplare der Publikation, welche die Beobachtungen ihres Netzes
enthält, verkauft werden. So darf es uns nicht Wunder nehmen, dass die Annalen mit dem 12.
Hefte im Jahre 1844 zu erscheinen aufhörten, und damit auch der „meteorologische Verein“ als
aufgelöst zu betrachten war.
Beobachtungsresultate von etwa 20 bayerischen Stationen, die fast sämmtlich mit neuen
Instrumenten aus der mechanischen Werkstätte der Sternwarte ausgerüstet
1
) waren, und von
Seitenansicht 662
1 2 ... 658 659 660 661 662 663 664 665 666 667 668 ... 713 714

Kommentare zu diesen Handbüchern

Keine Kommentare